Weichwasseranlage/Wasserentkalkung notwendig ?

Benutzeravatar

Eröffner des Themas
Epi
Gründer
Beiträge: 2552
Registriert: 27. November 2016 20:50
Name: Martina
Wohnort: NRW
Beruf: BauBeratung | BauBetreuung
Bauort: Düsseldorf | Köln | Umland
Geschlecht: weiblich
gefällt das: 831 Mal
"gefällt mir"-Angabe erhalten: 561 Mal
Kontaktdaten:

Weichwasseranlage/Wasserentkalkung notwendig ?

#11

Beitrag von Epi » 16. Februar 2017 09:35

@all vielen Dank für eure Beiträge bisher!

Mittlerweile habe ich auch schon gegenteilige Meinungen im Netz gelesen, welche besagen, daß der Kaffee sogar besser schmecken soll. Wie soll ich mich Kaffeenase da nur entscheiden (können) :arrow:

@Frank - was wurde Dir zu den Unterhalts-/Wartungskosten der Anlage, welche mir im Übrigen gut gefällt, gesagt? Und eine neugierige Frage abseits der Wasserproblematik - weshalb sind die Kupferrohre in Deinem Keller nicht ummantelt? Keller gedämmt?

@Andreas - welches Modell meinst Du?

@all - ist es tatsächlich wahr, daß ich auf Salz in der Minna (Spülmaschine) bei Einbau einer Enthärtungsanlage verzichten kann?


Mit Rheinischen Grüßen; Epi

Benutzeravatar

seth0487
Neuer Benutzer
Beiträge: 32
Registriert: 6. Januar 2017 08:09
Name: Martin
Wohnort: Hamburg
Beruf: Appliaktionsingenieur
Bauort: Schleswig-Holstein
Geschlecht: männlich
gefällt das: 3 Mal
"gefällt mir"-Angabe erhalten: 16 Mal
Kontaktdaten:

Weichwasseranlage/Wasserentkalkung notwendig ?

#12

Beitrag von seth0487 » 16. Februar 2017 11:06

Wir sind hier im Norden glücklicherweise mit relativ weichem Wasser gesegnet, trotzdem kenne ich mich mit der Thematik um die Härte des Leitungswassers ganz gut aus. Grund ist meine langjährige Erfahrung in der Aquaristik. Denn auch hier ist die Wasserqualität sehr wichtig. So gibt es Fische, die sehr weiches und saures(pH-Wert im Bereich 6) Wasser benötigen um sich wohl zu fühlen.

Die Härte des Wassers gibt im Prinzip den Gehalt bzw. die Konzentration von im Wasser gelösten Ionen(meist Calcium- und Magnesiumionen) an. Zusätzlich gibt es auch noch die Karbonathärte die hauptsächlich durch Kohlenstoff-Anionen gebildet wird. Wenn das Wasser komplett enthärtet wird, wird auch vom Entsalzen gesprochen. Dementsprechend braucht man auch kein Salz für die Spülmaschine, den dort wird das Salz auch zum Enthärten, im Volksmund auch Entkalken, benutzt.

Um die Härte des Wassers zu senken, gibt es auch in der Aquaristik schon seit Jahrzehnten verschiedene Methoden.
  • Ionenaustausch: Hier werden nur die Härtebildner, Calcium- und Magnesiumionen, durch Natriumionen(Kochsalz) ausgetauscht
  • Vollentsalzen: Hier werden neben den Ionen auch die Anionen ausgetauscht
  • Umkehrosmose: Hier wird das Wasser im Prinzip Feinst-Gefiltert und so werden auch alle anderen Bestandteile und Schwebeteilchen aus dem Wasser gefiltert.
  • Destillation: Hier wird wohl jeder wissen, wie es funktioniert... ;)
Ob und wie sich der Geschmack von Tee oder Kaffee bei weichem oder hartem Wasser ändert, kann ich nicht sagen. Dort gibt es aber diverse Meinungen im Netz zu.

Was ich im Zusammenhang mit diesen Enthärtungsanlagen gelesen habe, ist das die Unterhaltungs- und Wartungskosten teilweise recht hoch sind. Die Ionenaustauscher müssen eben regelmäßig mit Salz wieder regeneriert werden. Umkehrosmoseanlagen haben eine sehr hohen Wasserverbrauch, da pro gefiltertem Liter Wasser auch ein bestimmtes Volumen an "Abwasser" anfällt. Das Verhältnis liegt irgendwo bei 1:4(gefiltertes Wasser zu Abwasser).
Bei manchen Anlagen bekommt man auch nur die volle Garantie, wenn man bestimmte Wartungsverträge erfüllt, welche dann recht teuer werden über die Laufzeit.

Aber tendenziell finde ich eine solche Wasseraufbereitung ebenfalls echt nützlich, gerade in Gebieten mit recht hohem Wasser-Härtegrad!
Beste Grüße aus Hamburg

Martin

Benutzeravatar

Painkiller
Fortgeschrittener Benutzer
Beiträge: 242
Registriert: 11. Januar 2017 06:59
Name: Andreas
Beruf: Elektronikentwickler
Bauort: Baden
Geschlecht: männlich
gefällt das: 38 Mal
"gefällt mir"-Angabe erhalten: 87 Mal

Weichwasseranlage/Wasserentkalkung notwendig ?

#13

Beitrag von Painkiller » 16. Februar 2017 11:36

Achja zum Thema Unterhaltskosten: Man liest des öfteren das die Firmen die so etwas verbauen auch einen Wartungsvertrag abschließen wollen. Für eine Wartung wird dann etwas im Bereich 150-200€ verlangt.
Der Salzverbrauch ist abhängig davon um wie viel der Härtegrad gesenkt wird. Dazu kommt noch der Verbrauch des Salzes (pro Sack 7€) Der liegt bei meinen Arbeitskollegen bei 4 Säcken Salz bei -16°dH und bisher einem Sack (BWT AQA perla) bei -14°dH.

Der größte Brocken ist somit die Wartung die man aber auch selbst durchführen kann, Anleitungen dazu gibt es im Netz.

@ Martina: Die Conel Clear Soft Twin ist, lt. unserem Sanitär, baugleich mit der Judo i-soft. Wenn man die technischen Daten vergleicht unterscheiden sie sich lediglich im Fassungsvermögen des Salzvorrats. Oder was hast du gemeint?

Benutzeravatar

Eröffner des Themas
Epi
Gründer
Beiträge: 2552
Registriert: 27. November 2016 20:50
Name: Martina
Wohnort: NRW
Beruf: BauBeratung | BauBetreuung
Bauort: Düsseldorf | Köln | Umland
Geschlecht: weiblich
gefällt das: 831 Mal
"gefällt mir"-Angabe erhalten: 561 Mal
Kontaktdaten:

Weichwasseranlage/Wasserentkalkung notwendig ?

#14

Beitrag von Epi » 16. Februar 2017 11:59

Painkiller hat geschrieben:
16. Februar 2017 11:36
@ Martina: Die Conel Clear Soft Twin ist, lt. unserem Sanitär, baugleich mit der Judo i-soft. Wenn man die technischen Daten vergleicht unterscheiden sie sich lediglich im Fassungsvermögen des Salzvorrats. Oder was hast du gemeint?
Genau das; Danke !
Mit Rheinischen Grüßen; Epi


FrankH
Fortgeschrittener Benutzer
Beiträge: 105
Registriert: 29. Dezember 2016 16:36
Name: Frank
Wohnort: Bissendorf, LK Osnabrück
Beruf: IT Projektmangement
Bauort: Bissendorf, LK Osnabrück
Geschlecht: männlich
gefällt das: 40 Mal
"gefällt mir"-Angabe erhalten: 32 Mal

Weichwasseranlage/Wasserentkalkung notwendig ?

#15

Beitrag von FrankH » 16. Februar 2017 12:31

Epi hat geschrieben:
16. Februar 2017 09:35
@Frank - was wurde Dir zu den Unterhalts-/Wartungskosten der Anlage, welche mir im Übrigen gut gefällt, gesagt? Und eine neugierige Frage abseits der Wasserproblematik - weshalb sind die Kupferrohre in Deinem Keller nicht ummantelt? Keller gedämmt?
Die Unterhaltskosten hängen im wesentlichen vom Wasserverbrauch ab. Ich habe noch die erste Salzfüllung drin. Der Stromverbrauch dürfte zu vernachlässigen sein. Für jede Regeneration werden meines Wissen 10-20 l Wasser verbraucht (müsste ich nachschauen). Das findet aber nicht regelmäßig statt, sondern nur bei Bedarf. Je weniger verbraucht wird, umso länger hält der Salzvorrat. Die Anlage passt sich übrigens auch an schwankende Wasserhärten automatisch an.
Wenn Du es gut machen willst, solltest Du die Anlage regelmäßig warten lassen, aber das macht wohl kaum jemand. Ich werde mal selbst ein Auge drauf haben, zur Not mit der Heizungswartung zusammen drauf schauen lassen (macht der selbe Betrieb, der die Anlage installiert hat). Über die Unterhaltskosten habe ich mir ehrlich gesagt wenig Gedanken gemacht und Salztabletten gibt es auch im Internet oder Baumarkt. Etwas spart man ja auch wieder ein, indem man Entkalker und Waschmittel sparsamer verwendet.

Die Kupferrohre auf dem Bild sind Kaltwasserleitungen, die schon so da waren. Umwickelt sind sie nur bei Mauerdurchführungen und wenn sie parallel zu Warmwasserrohren verlaufen. Im Keller gibt es in der Tat auch 4 Räume mit Heizkörpern, aber in dem gezeigten Raum ist keine. Der ist als Vorratsraum vorgesehen und wird auch zum Teil so genutzt (2. Kühlschrank, Getränkekisten, Kartoffeln etc.). Schwitzwasser hatte ich an den Rohren aber noch nicht, falls Du darauf hinaus wolltest.
Gruß
Frank


hzibell
Neuer Benutzer
Beiträge: 1
Registriert: 10. September 2018 09:00
Name: Horst
Beruf: Informatiker
Bauort: Kozármisleny
Geschlecht: männlich
gefällt das: 0
"gefällt mir"-Angabe erhalten: 0

Weichwasseranlage/Wasserentkalkung notwendig ?

#16

Beitrag von hzibell » 10. September 2018 10:43

Muffig riechendes Wasser und Überschwemmung im Keller:

Vor einigen Jahren habe ich ein Ferienhaus übernommen. Das Leitungswasser hat von Anfang an so schlecht geschmeckt, dass wir es nicht getrunken haben. Zur Entkalkungsanlage im Keller war uns nur bekannt, dass wir regelmäßig Salz nachfüllen sollen. Irgendwann hat das Wasser sehr muffig gerochen. Dann recherchiert, Wartung machen lassen, muffiger Geruch war weg. Kurze Zeit später Überschwemmung im Keller, eine Pumpe der Entkalkungsanlage war kaputt.
Im Rahmen eines Heizungsumbaus habe ich die Entkalkungsanlage ganz entfernen lassen. Jezt schmeckt das Trinkwasser wieder gut und wir können es trinken.

Ich rate also von Wasserentkalkung ab.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Zurück zu „Sonstige Themen“