Unser Haus von 1961

Altbau und Mauerwerk, Fenster, Dach ...

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Messerjocce
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Unser Haus von 1961

#1

Beitrag von Messerjocce » 28. November 2018 07:52

Hallo,

Meine letzte Anfrage ist schon über ein Jahr her, mittlerweile hat sich viel getan bei uns. Wir sind mittlerweile zu dritt, und es hat sich ergebeben, dass das 3 Parteienhaus in dem wir wohnen, zufällig der Familie gehört..
Wir könnens haben und umbauen.
Wir wohnen in der Mitte, mein Kumpel hat unter uns gewohnt und zieht im Januar aus. Die Dachgeschosswohnung soll erstmal so bleiben, bis wir 3 KiZi brauchen :o
Das war nicht unsere erste Wahl, aber ein neues Haus mit mindestens 3 KiZi + Arbeitszimmer ist momentan einfach zu teuer und hier im Dorf sowieso nicht zu verkaufen. Haus steht im Raum Aachen.

Wir haben ein Wertgutachten machen lassen, die Substanz des Hauses ist gut. Heizung 20 Jahre alt, hält aber noch. Dach ist auch noch ok, kommt irgendwann in den nächsten 10 Jahren dran. Fassade sollte jetzt gemacht werden..

Warum schreib ich das alles hier rein? Ich hoffe, auf die Expertise und Unterstützung des Forums - Dafür halte ich euch mit Bildern auf dem laufenden :handgestures-thumbup:

Erstmal ein paar Bilder:
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So, nun sind meine Frau und ich beide nicht vom Fach. Ich mach in Auto-Entwicklung (nein kein Diesel :lol:) und meine Frau geht zur Schule.

Die Pläne bisher:
- Der Hof wird gepflastert (schon beauftragt)

- Beide Badezimmer neu
--> Sanitär

- Erdgeschoss möglichst großzügig öffnen, Platz für Küche, Essbereich, Wohnzimmer, Arbeitszimmer
--> Es muss mindestens 1 Stahlträger, vieleicht mehr eingesetzt werden.
--> Statiker, Baufirma etc.

- Balkon mit Terrasse an "Esszimmer", Bodentiefe Fenster zum Hof hin.
--> Schlosser/Metallbau

-- 1 OG bleibt

Große Frage:
- Was machen wir mit der Fassade?
Hinten sind so schäbige Eternitplatten drauf, die Seite zur Einfahrt ist wohl zum Baujahr irgendwie beschichtet worden, löst sich und sieht blöd aus. Außerdem ist da ein kleiner Riss drin. Die Seite zur Straße ist ok.

- Wie gehen wir am sinnvollsten vor, wir bekommt man die Gewerke vernünftig koordiniert?

Ich überarbeite den Beitrag nachher nochmal, muss jetzt erstmal arbeiten ;)

Vielen dank,
Jochen
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#2

Beitrag von chris » 28. November 2018 09:08

Zumindest zu der Frage zum sinnvollsten Vorgehen kann ich dir sagen, was mir direkt in den Kopf kam. Ihr wollt an ziemlich vielen verschiedenen Stellen drangehen und renovieren bzw. umbauen. Da ist es immer ziemlich schwer, den Aufwand vorab zu schätzen, Zeit und vor allem die Kosten. Es kommt alles immer etwas anders als gedacht, ihr werdet sicher auf Überraschungen in Form von Mehraufwand und Mehrkosten stoßen, die jetzt noch nicht absehbar. Und am Ende ist vielleicht das Budget aufgebraucht, aber noch nicht alle Baustellen geschlossen. Jetzt ist das Pflastern vom Hof schon beauftragt, wo mir mein Gefühl sagt dass das die unwichtigste der verschiedenen Baustellen ist die man vielleicht als ersten Kandidat fürs Streichen bzw. Verschieben nehmen würde.


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#3

Beitrag von fachwerk » 28. November 2018 18:50

So ein Haus ist wie ein Überraschungsei. Kannst dran wackeln, aber was wirklich drin ist, sieht man erst, wenn mans aufmacht. Eine Prioritätenliste wäre schön.
Abbeinen kommt vor Ausbauen (im EG).
Beide Bäder miteinander wird man vielleicht nicht entbehren können.
Balkon kann man ja ganz separat vorsetzen, sofern man schonmal einen Ausgang schafft.
Außen kann man immernoch Geld versenken. Deiner Schilderung nach ist ja die Substanz nicht in Gefahr.
In unsrem allerersten Haus haben wir mal soviele Stellen angefangen abzureissen (damit man nur 1x Dreck hat), dass wir sie hinterher fast nicht wieder zu bekamen. Kann man machen, muss aber nicht.

Viele Grüße Gabriele

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Epi
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#4

Beitrag von Epi » 29. November 2018 07:01

Hallo Jochen,
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Wir sind mittlerweile zu dritt,
Herzlichen Glückwunsch und nicht zu viele schlaflose Nächte :D
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Haus steht im Raum Aachen.
Und eine ziemlich hohe Erdbebenklasse.
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Wir haben ein Wertgutachten machen lassen, die Substanz des Hauses ist gut. Heizung 20 Jahre alt, hält aber noch. Dach ist auch noch ok, kommt irgendwann in den nächsten 10 Jahren dran. Fassade sollte jetzt gemacht werden..
Das ist eine gute Entscheidung gewesen. Aber ...

so eine Begehung zwecks Ermittlung des Wertes ist 2-schneidig, da die bewertenden Sachverständigen nicht immer die beste Qualifikation mitbringen. Primär arbeiten die meisten ihre Programme ab, der Bank einen Wert an die Hand geben zu können. Ich möchte Dir deshalb anraten, Dir auf dem Markt einen freien SV zu suchen, welcher auch bei der KfW gelistet ist.

Weshalb bei der KfW gelistet? Weil Du sehr viel Förderung von der KfW erhältst, sanierst Du einen Altbau. Dazu ist es aber zwingend erforderlich, die Anträge _vor_ Beginn der Arbeiten zu stellen. Denn erst, wenn sie genehmigt sind, darfst Du beginnen; dazu bietet sich jetzt die kommende Jahreszeit an.
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Die Pläne bisher:
- Der Hof wird gepflastert (schon beauftragt)
Du fängst hinten an ... und könntest es bereuen, denn bei der Fassadensanierung kann viel passieren.
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
- Beide Badezimmer neu
--> Sanitär
Und die Leitungen?
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
- Erdgeschoss möglichst großzügig öffnen, Platz für Küche, Essbereich, Wohnzimmer, Arbeitszimmer
--> Es muss mindestens 1 Stahlträger, vieleicht mehr eingesetzt werden.
--> Statiker, Baufirma etc.
Gibt es noch Unterlagen vom ehemaligen Hausbau, welcher Du dem Statiker an die Hand geben kannst?

Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Große Frage:
- Was machen wir mit der Fassade?
Hinten sind so schäbige Eternitplatten drauf, die Seite zur Einfahrt ist wohl zum Baujahr irgendwie beschichtet worden, löst sich und sieht blöd aus. Außerdem ist da ein kleiner Riss drin. Die Seite zur Straße ist ok.

- Wie gehen wir am sinnvollsten vor, wir bekommt man die Gewerke vernünftig koordiniert?
Hol Dir einen SV Deines Vertrauens ins Boot; einen, der sich _nachweislich_ mit Sanierungen auskennt. Dabei im Kopf behalten, daß es sein kann, daß er nicht alle Schäden - so vorhanden, aufdecken wird. Manches erfährst Du halt erst während der Arbeiten; also Reserven berücksichtigen!

Die Fassade ist, lt. Grundriss, nicht zweischalig. Insofern wäre eine Innendämmung - von der ich abrate, wie auch eine äußere Dämmung möglich. Dabei würde das ehemalige Baufenster überschritten, muß der Nachbar aber in den meisten Fällen tolerieren. Welche Art Dämmung soll der SV Dir vorschlagen; sie muss auch mit den Fenstern korrespondieren.

Also zunächst einen SV beauftragen. Er erarbeitet die to do´s und erstellt einen vorläufigen Kostenplan; ein wenig Geld kostet das alles ja auch. Bei Einigkeit, die entsprechenden Anträge bei der KfW stellen, Finanzierung sichern und parallel schauen, ob die Sanierung an einen Betrieb oder mehrere Handwerksbetriebe pro Gewerk vergeben werden. Bei letzterem wirst Du vmtl. unsanft aufwachen, gilt es einen Zeitplan einzuhalten. Versuch dieser Tage ´mal einen Handwerker zu beauftragen ...

Du willst aber nicht während der inneren Sanierung im Haus leben ...? Was diese Entscheidung bedeuten wird, kannst Du hier nachlesen.
Mit Rheinischen Grüßen; Epi


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#5

Beitrag von Messerjocce » 29. November 2018 07:40

Hi,

Danke schonmal :)

Bzgl. Hof: Es wird wohl vermutlich doch erstmal auf die lange Bank geschoben. Der Grund, das dieses Jahr zu machen waren erstmal steuerliche Gründe.
fachwerk hat geschrieben:
28. November 2018 18:50
[...]
Beide Bäder miteinander wird man vielleicht nicht entbehren können.
Balkon kann man ja ganz separat vorsetzen, sofern man schonmal einen Ausgang schafft.
Außen kann man immernoch Geld versenken. Deiner Schilderung nach ist ja die Substanz nicht in Gefahr.
In unsrem allerersten Haus haben wir mal soviele Stellen angefangen abzureissen (damit man nur 1x Dreck hat), dass wir sie hinterher fast nicht wieder zu bekamen. Kann man machen, muss aber nicht.
[...]
Vom Plan her sieht das so aus, Parterre fertig machen, runter ziehen und bad im 1.OG machen. Beide Bäder gleichzeitig ist tatäschlich blöd :)
Balkon wird vorgesetzt, ja.


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#6

Beitrag von Messerjocce » 29. November 2018 07:53

Epi hat geschrieben:
29. November 2018 07:01
Hallo Jochen,
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Wir sind mittlerweile zu dritt,
Herzlichen Glückwunsch und nicht zu viele schlaflose Nächte :D
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Haus steht im Raum Aachen.
Und eine ziemlich hohe Erdbebenklasse.
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Wir haben ein Wertgutachten machen lassen, die Substanz des Hauses ist gut. Heizung 20 Jahre alt, hält aber noch. Dach ist auch noch ok, kommt irgendwann in den nächsten 10 Jahren dran. Fassade sollte jetzt gemacht werden..
Das ist eine gute Entscheidung gewesen. Aber ...

so eine Begehung zwecks Ermittlung des Wertes ist 2-schneidig, da die bewertenden Sachverständigen nicht immer die beste Qualifikation mitbringen. Primär arbeiten die meisten ihre Programme ab, der Bank einen Wert an die Hand geben zu können. Ich möchte Dir deshalb anraten, Dir auf dem Markt einen freien SV zu suchen, welcher auch bei der KfW gelistet ist.

Weshalb bei der KfW gelistet? Weil Du sehr viel Förderung von der KfW erhältst, sanierst Du einen Altbau. Dazu ist es aber zwingend erforderlich, die Anträge _vor_ Beginn der Arbeiten zu stellen. Denn erst, wenn sie genehmigt sind, darfst Du beginnen; dazu bietet sich jetzt die kommende Jahreszeit an.
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Die Pläne bisher:
- Der Hof wird gepflastert (schon beauftragt)
Du fängst hinten an ... und könntest es bereuen, denn bei der Fassadensanierung kann viel passieren.

Wie gesagt, der Hof sollte dieses Jahr noch von der Steuer abgesetzt werden. Der Galabauer kann allerdings jetzt doch nicht so schnell, daher brechen wir das nicht übers Knie.
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
- Beide Badezimmer neu
--> Sanitär
Und die Leitungen?

Sind schon neu, Unser Bad ist 2012 neu gemacht worden, unten 2014 und unterm Dach 2008. Aber eben Mietstandard.
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
- Erdgeschoss möglichst großzügig öffnen, Platz für Küche, Essbereich, Wohnzimmer, Arbeitszimmer
--> Es muss mindestens 1 Stahlträger, vieleicht mehr eingesetzt werden.
--> Statiker, Baufirma etc.
Gibt es noch Unterlagen vom ehemaligen Hausbau, welcher Du dem Statiker an die Hand geben kannst?

Ja, alle 8-)
Messerjocce hat geschrieben:
28. November 2018 07:52
Große Frage:
- Was machen wir mit der Fassade?
Hinten sind so schäbige Eternitplatten drauf, die Seite zur Einfahrt ist wohl zum Baujahr irgendwie beschichtet worden, löst sich und sieht blöd aus. Außerdem ist da ein kleiner Riss drin. Die Seite zur Straße ist ok.

- Wie gehen wir am sinnvollsten vor, wir bekommt man die Gewerke vernünftig koordiniert?
Hol Dir einen SV Deines Vertrauens ins Boot; einen, der sich _nachweislich_ mit Sanierungen auskennt. Dabei im Kopf behalten, daß es sein kann, daß er nicht alle Schäden - so vorhanden, aufdecken wird. Manches erfährst Du halt erst während der Arbeiten; also Reserven berücksichtigen!

Die Fassade ist, lt. Grundriss, nicht zweischalig. Insofern wäre eine Innendämmung - von der ich abrate, wie auch eine äußere Dämmung möglich. Dabei würde das ehemalige Baufenster überschritten, muß der Nachbar aber in den meisten Fällen tolerieren. Welche Art Dämmung soll der SV Dir vorschlagen; sie muss auch mit den Fenstern korrespondieren.

Also zunächst einen SV beauftragen. Er erarbeitet die to do´s und erstellt einen vorläufigen Kostenplan; ein wenig Geld kostet das alles ja auch. Bei Einigkeit, die entsprechenden Anträge bei der KfW stellen, Finanzierung sichern und parallel schauen, ob die Sanierung an einen Betrieb oder mehrere Handwerksbetriebe pro Gewerk vergeben werden. Bei letzterem wirst Du vmtl. unsanft aufwachen, gilt es einen Zeitplan einzuhalten. Versuch dieser Tage ´mal einen Handwerker zu beauftragen ...

Du willst aber nicht während der inneren Sanierung im Haus leben ...? Was diese Entscheidung bedeuten wird, kannst Du hier nachlesen.
Viel zu sanieren gibt es ja nicht.. es ist mehr renovieren. Vieleicht sehe ich das alles noch zu naiv, wir können zur Not aber unter der Woche ins Haus vom Schwiegervater ziehen, der ist nur am Wochenende in AC.

Ich kümmer mich mal um einen SV, ich kenne sogar einen aus der KFW Liste.

Zur Finanzierung: Wir haben 150k€ für die Renovierung/Sanierung eingeplant, die könnten wir auch ohne KFW stemmen.

Ich hab in deinen Beitrag mit rot reingeschrieben. Ist Blöd, ich weiss aber ich muss mich mit der Zitat-funktion noch ein bisschen auseinander setzen.

Danke :)


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#7

Beitrag von DerStandart » 29. November 2018 13:40

Als erstes solltest Du für eine zeitgemäße Elektroinstallation sorgen, denn ich vermute, dass derzeit alles nicht dem Stand der Technik entspricht.

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